Loslassen!  Und dann...? „Loslassen“- eine gängige Aufforderung in Lebensberatungen. Aber was genau muss man denn loslassen? Wie lässt man etwas los, speziell wenn noch schmerzende Emotionen genau an das erinnern, was losgelassen werden sollte? Wofür ist loslassen wichtig? Was kommt danach? Vorab eine Erfahrung die ich vor einigen Jahren gemacht habe.  Meine Eigenschaft in meinem Wohnraum ausschliesslich  in Socken oder Barfuss umher zu gehen, wirkte sich nicht unbedingt dämpfend aus, als ich die kleine Zehe anstiess, und zwar so hart, dass sie eine markante Verletzung davon trug. Selbstverständlich wollte ich die Zehe schonen und weitere Schläge verhindern. Drei Tage später stiess ich dieselbe Zehe nochmals an einem Tischbein an. Autsch…! Zwei Tage darauf, es war Samstagmorgen, an dem ich ein Seminar abhielt, ich wollte mich kurz vor Beginn noch umziehen, kollidierte ich mit derselben Zehe frontal mit der Bettkante. Nach einem Luftsprung landete ich auf dem Bett und hielt meinen Fuss. Fast mehr als der eigentliche Schmerz am Fuss, quälte mich die Tatsache, dass es mir passierte dieselbe Zehe dreimal anzustossen. Ich vermochte es nicht zu fassen, wie ich mich so beschränkt anstellen konnte. Es war nämlich genau der ungünstigste Zeitpunkt für so etwas. Mit einem Ruck stand ich auf und sagte gleichzeitig zur Situation wie auch zum Schmerz: „Weißt Du was…? Ich vergiss Dich einfach!“ Somit nahm ich meine Kleider und ging ohne zu humpeln aus dem Zimmer, als wäre überhaupt nie etwas passiert. Der Schmerz war augenblicklich und dauerhaft weg. Am Abend nach einem schmerzfreien unbehinderten Seminar, wurde mir bewusst, dass es meine unerschütterliche Entschlossenheit in der Anordnung war, die das Mirakel zustande brachte.  Loslassen solle man in der Regel alles, was einem in seiner Entwicklung, seinem Vorwärtskommen und seiner Ausgeglichenheit auf Dauer hinderlich ist. Das können Gedanken sein, welche negative Gefühle erzeugen. Zum Beispiel, Gedanken die aus Groll und dergleichen entstehen. Am besten geht das Loslassen in diesem Fall indem man die Aufmerksamkeit einfach auf etwas lenkt das einem Freude bereitet. Manchmal kann es auch hilfreich sein, wenn man die Angelegenheit neutral in seiner Form analysiert. Wie kommt der Gedanke zustande, was bewirkt er, wie fühlt er sich an, und danach entscheidet man, ob man ihn weiter denken will oder nicht. Meistens verschwindet der Groll mit dem Gedanken bereits während der Analyse. Nun richtet man die Aufmerksamkeit auf das was man denken möchte. Es ist hilfreich, die Aufmerksamkeit auf das gerichtet zu halten, was man an Erfreulichem hat und auf dem was man haben möchte und nicht auf das was man nicht hat. Bei der Aufmerksamkeit auf dem was man möchte,  ist es wichtig, dass man sich davon erfreuen oder beeindrucken lässt. Die Stärke des Gefühls oder der Emotion ist sehr wichtig, denn das bestimmt die Kraft welche dahinter steckt. Emotionen entstehen meist, wenn die Aufmerksamkeit mit den dazugehörenden Gedanken länger auf etwas Bestimmtes gerichtet wird. Dies bewirkt, dass man es in seine Erfahrung zieht. Loslassen ist in erster Linie eine zweifelsfreie Entscheidung, sich von etwas zu trennen. Loslassen kann man auch Menschen, die mit ihrer Wesenheit oder Anwesenheit unangenehm oder hinderlich sind. Manchmal muss man aber auch geliebte Menschen oder andere Wesen loslassen, von denen man gezwungenermassen getrennt wird, wie etwa durch Tod und so weiter. Meistens sind bei diesem Loslassen schmerzende Emotionen im Spiel. In diesen Fällen ist es hilfreich Trauerarbeit zu leisten. Damit meine ich einerseits die Bereitschaft zu erstellen, sich von der Wesenheit zu trennen. Die Frage, welche eigenen Bedürfnisse binden mich noch an die Wesenheit, sollte ehrlich beantwortet werden. Da erkennt man schnell, dass diese Bedürfnisse meist eigennützig sind und dem andern Wesen gar nicht mehr unbedingt dienen. Dann können die Gedanken auf das Wohlwollen dem andern gegenüber gerichtet werden. Nun konzentriert man sich darauf, was man dem andern jetzt sehnlichst wünscht. Diese wohlwollenden Wünsche stellt man sich bildlich vor, vor allem wie es aussieht und wie es sich für den andern anfühlt, wenn sich das Gewünschte bereits realisiert hat. Damit bringt man den schmerzlichen Aspekt der Emotion in einen freudigen. Das würde ich persönlich als Liebe bezeichnen. Jetzt ist man frei, sich den eigenen Bedürfnissen zu widmen und die Frage, wie man den eigenen Bedürfnissen neu begegnet, zu beantworten.  Möglichkeiten in dieser Hinsicht zu erläutern würde den Rahmen dieses Artikels sprengen. Loslassen schafft Freiraum für etwas Neues, etwas Verheissungsvolleres etwas noch Schöneres. Genau darum geht es. Die Wichtigkeit liegt nicht einmal unbedingt auf dem Loslassen, sondern auf dem, was für das Losgelassene kommt. Selbst wenn man noch nicht genau weiss, was darauf folgt, ist es wichtig, dass man die Bereitschaft erstellt, dass das, was nun nachkommt noch grossartiger ist, als das was man loslässt. Darin liegt die Motivation, überhaupt etwas zu verändern. Das schafft einen unwiderstehlichen Magneten und ist die Voraussetzung, dass es überhaupt geschehen kann.   Man kann aber auch hinderliche Gewohnheiten loslassen. Gewohnheiten, wie zum Beispiel: Rauchen, Fluchen, oder unvorteilhafte Essgewohnheiten. Nehmen wir mal Essgewohnheiten: Diese Gewohnheiten kann man nicht loslassen, indem man seine Aufmerksamkeit dauernd darauf richtet, was man jetzt nicht mehr tun oder essen kann, sondern indem man sich bildlich vorstellt, wie neue Gerichte nun den Gaumen beglücken und wie es sich anfühlt, wenn die neuen Gewohnheiten zu wirken beginnen. Auch da ist es wichtig, dass man bereit ist, mit den neuen Gewohnheiten mehr glückliche Gefühle zu erleben als mit den alten, denn sonst fehlt nicht nur die Motivation, sondern auch die Möglichkeit, dass die Glücksgefühle überhaupt eintreten.  Ganz unter dem Motto: Erwarte das Beste, aber mach Dein Glück nicht davon abhängig. Bedeutend ist, dass man mehr in die Zukunft blickt als in die Vergangenheit und die Gegenwart bewusst wahrnimmt. Das Leben ist eine laufende Veränderung und wenn man zurück blickt, sieht man das, was von einem weg fliesst. Wenn man nach vorne schaut, sieht man das, was zu einem hin fliesst - das ist bereichernd. Eben erhielt ich ein Mail, indem steht: Zitat: In den USA herrscht zurzeit offiziell eine Grippeepidemie. Die Stadt Boston hat den Gesundheitsnotstand ausgerufen und Krankenhäuser errichten Zelte für die Behandlung von Grippekranken, ganz so, als seien die Städte Kriegsgebiet. Laut US- Gesundheitsbehörde CDC handelt es sich um die schlimmste Grippeepidemie seit zehn Jahren und natürlich wird jedermann aufgerufen, sich gegen Grippe impfen zu lassen. Zitatende. Verschwiegen wird, dass die meisten Nachforschungen belegen, dass geimpfte Personen deutlich häufiger an der Krankheit leiden, gegen die sie eigentlich zuvor geimpft waren. Meine Schwester hat sich einmal gegen Grippe impfen lassen. Danach bekam Sie die schlimmste Grippe die sie je hatte. Für mich ist das ein weiterer Versuch der dunklen Mächte, Angst und Schrecken zu verbreiten. Aber wisst Ihr was…? Wir vergessen die einfach und wenden uns wieder der Gesundheit zu. Für Sie neu entdeckt Pistazien Pistazien enthalten viel Fettsubstanz, ungefähr  43g pro 100g, dieses ist jedoch sehr hochwertig. Rund 90% sind ungesättigte Fettsäuren; davon 55% einfach-ungesättigt, 32% mehrfach-ungesättigt. Das Öl setzt sich je nach Herkunft und Wachstumsvoraussetzungen wie folgt zusammen: 60-70% Oleinsäure, 20-22% Linolsäure, 10-18% Palmitinsäure, sowie 1-2% Stearinsäure. Aus diesen Samen – die Pistazie ist aus botanischer Sicht keine Nuss – lässt sich ein sehr hochwertiges Öl pressen. Dieses Öl kann sowohl als Massageöl, Hautöl als auch Speiseöl verwendet werden. Uns interessiert es in erster Linie als Speiseöl. Die Qualität, die wir verarbeiten, wird nur erreicht, wenn es aus rohen Pistazienkernen gekühlt gepresst wird. Gefunden haben wir dieses Öl in der Ölmühle Götzis. Das Pistazienöl wird bei einer Auslauftemperatur von 32°C gepresst. Es hat einen edlen leicht nussigen Geschmack jedoch mit einem blumigen Verlauf. Es eignet sich hervorragend zu beispielsweise, Feldsalat, Pak Choi, Chinakohl, Karotten, oder auch zu Früchten (siehe nachstehendes Rezept). Die Pistazien eignen sich aber auch, um als ganze Samen verarbeitet zu werden. Sie haben eine hohe Nährstoffdichte und passen optimal in einen ausgewogenen Speiseplan. Pistazien sind nicht nur flexibel für Gewürzvarianten, sondern enthalten zahlreiche verschiedene Vitamine und Mineralstoffe. Sie sind ein eigentliches Hochleistungsmittel. Nährstoffgehalt 100 g Pistazien enthalten nach United States Department of Agriculture / Landwirtschaftsministerium der Vereinigten Staaten, abgekürzt USDA-Datenbank: Proteine     21 g Kohlenhydrate     29 g Fette     45 g Ballaststoffe     10 g Cholesterol       0 g Kalium 1025 mg Phosphor   490 mg Magnesium   121 mg Calcium   107 mg Vitamin A   415 IE Pyridoxin 1700 mg Niacin 1300 mg Weitere Vitamine: Thiamin (Vitamin B 1 ), Riboflavin (Vitamin B 2 ) Pistazien können eingeweicht den verschiedensten Gerichten als ganze Samen beigegeben werden oder auch verarbeitet wie z.B. im Rezept unten. Apfelkernöl Dieses Öl ist eine absolute Sensation! -  Eine Delikatesse sondergleichen. Die Hauptinhaltsstoffe sind: Linolsäure ca. 60%, Oleinsäure ca. 26%, Stearinsäure ca. 2%, Alpha-Linolensäure ca. 1%, Palmitinsäure ca. 9%, Arachinsäure ca. 1%, sowie Tocopherole (Vitamin E). Der Geschmack ist sehr fundiert, erinnert etwas an Marzipan, bringt aber eine ganz leichte Note von Apfelduft mit sich. Der edle Geruch schmeichelt einem noch einige Zeit in der Nase. Ein hervorragendes Öl um Süssspeisen zu parfümieren. Mit diesem Öl geht man sehr sparsam um, denn dessen Gewinnung ist im gesamten Verlauf sehr aufwändig und in der Anwendung sehr ergiebig. Aus 5 kg Apfelkernen fliessen lediglich 100 bis 150 ml Öl. Gepresst bei 33°C ebenfalls in der Ölmühle Götzis. Rezepte Karotten-Avocado-Creme 3 St Karotten ½ St Avocado ½ l Wasser 1 EL Mandelpüree ½ EL Apfeldicksaft 1 EL Pistazienöl 1 Pr Muskat NB Halit, Edelhefe Karotten, Avocado, Wasser, Mandelpüree und Apfeldicksaft im Mixer gut verarbeiten. Dann die übrigen Zutaten dazugeben und nochmals mixen bis die ganz feine Sämigkeit erreicht ist. Tipp: Anstelle von Pistazienöl eignet sich auch frisches Leinöl sehr gut. Pak Choi grün 3 St Pak Choi (Senfkohl) 1 TA Linsen, angekeimt 6 halbe Tomaten, getrocknet 3-4 EL Pistazienöl NB Halit, Edelhefe, Muskat Pak Choi halbieren und quer in feine Streifen schneiden. Danach die getrockneten Tomaten in feine Streifen schneiden. Nun die Linsen dazugeben. Das Ganze mit Öl und Gewürzen gut vermischen. Tipp: Diesem Gericht kann auch ¼ Knollensellerie fein gerieben beigemischt werden. Dazu eignet sich aber eher Öl aus schwarzem Sesam und 1 TL Nama Bio Tamari – gibt dem Ganzen eine orientalische Note. Anstelle von Pak Choi eignet sich für dieses Gericht auch Chinakohl. Pistazienkern-Paste 2 TA Pistazien 2 TA Wasser 2 TL Edelhefe 1 Pr Muskat oder Muskatblüte, gemahlen NB Halit Pistazienkerne 4-6 Std einweichen. Ca. 6-10 Std ankeimen. Pistazien im Mixer mit den übrigen Zutaten zu einem feinen Püree verarbeiten. Tipp: Pistazienpaste eignet sich hervorragend für fast jede beliebige Gewürzvariante. Vor dem Verarbeiten im Mixer können auch 2 EL Pistazien separiert werden, die danach wieder als ganze Kerne der Paste beigemischt werden. Wenn die Pistazien unmittelbar nach der 6-stündigen Einweichzeit verarbeitet werden, kann zum Mixen vom Einweichwasser verwendet werden. Fruits pistache 1 St Orange 2 St Bananen 2 EL Rosinen, eingeweicht 2 EL Pistazien 1 EL Pistazienöl Rosinen in ½ TA Wasser ca. 4-6 Std einweichen. Orange schälen, der Länge nach vierteln und quer dazu in Scheiben schneiden. Bananen in Scheiben schneiden. Rosinen samt Einweichwasser dazugeben. Am Schluss Pistazien und Pistazienöl daruntermischen. Tipp: Wenn diese Früchte als Dessert serviert werden, kann noch etwas Apfeldicksaft dazu gemengt werden. Anstelle von Rosinen eignen sich auch in Würfel geschnittene Datteln. Pralinen Royal mit Apfelhauch 4 EL Mandelpüree 4 EL Apfeldicksaft 1 TA Kokosöl 1 MS Vanille 7 Tropfen Apfelkernöl Apfeldicksaft mit Mandelpüree und Vanille vermengen. Kokosöl unter Rühren mit dem Schwingbesen langsam dazugiessen. Nun das Apfelkernöl dazugeben. Das Ganze nochmals gut durchrühren und in Silikonflexformen giessen. Damit die Pralinen fest werden mindestens 3 Std in Kühlschrank stellen. Tipp: Wenn der fertigen Masse am Schluss 1 EL schwarze Melasse dazu gerührt wird, sinkt nach dem Abfüllen in den Formen ein Teil davon ab. Dies ergibt ein dunkles Häubchen auf den Pralinen.
genau genommen ist jeder Sonnenuntergang ein Loslassen
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