Das mag im ersten Moment verwirrend erscheinen, aber manch einer bringt das Wort roh mit ungehobelt, unzivilisiert bis grob und grausam in Verbindung. Eine im Zusammenhang mit der Ernährungsart eher ungünstige Eigenart der deutschen Sprache, die diese Annahme zulässt. Rohkost kann auch elegant und vornehm sein. Mit dem Wort Roh in Bezug auf Kost, ist lediglich thermisch unbehandelt gemeint. Insgeheim weiss das ja jeder, aber doch geistert dieser Nebeneffekt von unzivilisiert immer wieder in den Köpfen herum, vor allem bei Menschen, die noch nie mit Rohkost der Güteklasse 1A in Berührung gekommen sind. Deshalb haben schon die meisten in der Rohkostbranche nach irgendeinem weniger zweideutigen Namen für Rohkost gesucht. Erfahrungsgemäß jedoch mit einem unbefriedigenden Ergebnis. In der Rohkost ist es wichtig zu benennen, dass es roh und nicht gekocht oder sonst wie hitzegeschädigt ist. Dafür eignet sich das Wort roh halt immer noch am besten. Das stellt für unsere deutschsprachige Ernährungswelt  eine wunderbare Herausforderung dar. Wir können nicht einfach mit grossen Worten operieren, sondern müssen mit Taten überzeugen. Das bringt eine besondere Qualität unter den Anbietern und Förderern der Rohkost in der deutschsprachigen Welt hervor. An der Rohkostmesse Rohvolution, www.rohvolution.de   kann sich zum Beispiel jeder, der Unterscheidungsvermögen hat, davon überzeugen. Eine weitere Hürde für uns, ist die Tatsache, dass die Menschen im deutschsprachigen Raum weniger schnell für etwas neues zu begeistern sind, als im französischen oder englischen Raum. Das hat aber auch seinen Vorteil. Man kann den Menschen bei uns zum Beispiel nicht so schnell irgendetwas auftischen. Viele Leute werden nicht mit Trends überzeugt, sondern mit Qualität. Das ist gut so. Diese Tatsachen geben mir immer wieder das Gefühl, in der deutsch-sprachigen Welt richtig zuhause zu sein. Das kann ich schon deshalb mit Bestimmtheit sagen, weil ich viel in der Welt herumgekommen bin und mit verschiedenen Sprachen gelebt habe. Das ermöglichte mir die unterschiedlichen Charaktereigenschaften der Menschen in verschiedenen Sprachgebieten zu studieren und zu erleben. Für mich kann ich sagen, ich habe die Herausforderung angenommen und es ist mir sehr wichtig, dass den Ernährungsbedürfnissen der Menschen in unserem Lebensraum, langfristig und in jeder Hinsicht, Rechnung getragen wird. Daher sind meine Lehrtätigkeit und unsere Seminare praxisbezogen, denn davon profitieren die Menschen am meisten. In der heutigen Zeit ist es eben sehr wichtig, dass wir nicht nur körperlich gesunde Menschen haben, sondern auch geistig – seelisch. Es hat sich gezeigt, dass die Ernährung einen weit grösseren Einfluss auf das menschliche Bewusstsein hat, als je angenommen. Es ist das menschliche Bewusstsein, das darüber entscheidet, ob wir eine verheissungsvolle Zukunft haben, oder ob das Leben auf diesem Planeten künftig ein jämmerliches Dasein fristen wird. Wie wichtig die Ernährung für die geistige Gesundheit ist, möchte ich anhand von folgendem Beispiel aufzeigen. Auf der Homepage vom Zentrum der Gesundheit konnte man kürzlich folgenden Bericht lesen: Kokosöl ist ein außergewöhnlich wertvolles Öl für die Gesundheit. Neben all seinen Vorteilen für die Gewichtsreduktion, für einen gesunden Cholesterinspiegel, einen aktiven Stoffwechsel und ein starkes Immunsystem zeigte sich bei einem Alzheimer-Patienten, dass Kokosöl auch die Symptome dieser entsetzlichen Krankheit bessern kann. Alzheimer zerstört Menschen Die Alzheimer-Krankheit betrifft weltweit annähernd 30 Millionen Menschen, allein in den USA über 5 Millionen. Diese Menschen erkennen im Endstadium weder ihre eigenen Kinder noch erinnern sie sich an ihre eigene Identität. Es sind Menschen, die im harmlosen Fall Kochtöpfe im Kleiderschrank verstauen, aber nicht wissen warum. Menschen, die ohne Grund und Ziel durch die Wohnung irren. Menschen, die spontan aggressiv werden können und Menschen, die nicht mehr wissen, welchem Zweck Einrichtungen, wie beispielsweise Toiletten, dienen. Einer der Betroffenen war Steve Newport. Alzheimer-Patient Steve Newport hatte Glück Vor sechs Jahren bemerkte Steve die ersten Anzeichen von Alzheimer. Die Krankheit verschlechterte sich so rapide, dass er sich schließlich nicht mehr daran erinnern konnte, welche Jahreszeit oder welcher Monat, geschweige denn, welches Jahr gerade war. Steve hatte jedoch Glück. Seine Frau, Dr. Mary Newport hörte von einem neuen Alzheimer-Medikament. Es befand sich noch in der Testphase und man suchte für eine klinische Studie mit diesem Medikament noch Teilnehmer. Leider traf Steves Bewerbung zu spät ein, so dass er nicht mehr angenommen werden konnte. Seine Frau jedoch gab nicht auf. Sie erkundigte sich nach den Inhaltsstoffen des neuen viel versprechenden Medikaments und fand heraus, dass es aus sog. mittelkettigen Triglyceriden (MCT)* bestand. Kokosöl statt Medikamente? Da Kokosöl einen hohen Gehalt (60 Prozent) an MCT aufweist, verordnete Dr. Newport ihrem an Alzheimer erkrankten Ehemann kurzerhand die tägliche Einnahme von Kokosöl. Gleichzeitig sorgte sie dafür, dass Steve seine bisherigen Alzheimer-Medikamente absetzte. Sie hatten offenbar keine hilfreiche Wirkung, da sich Steves Zustand weiter verschlechtert hatte und sich zu allem Überfluss auch noch die negativen Nebenwirkungen der Medikamente zeigten. Er war apathisch geworden, hatte Appetit verloren und dadurch immer mehr abgenommen. Dann nahm Steve täglich zwei Teelöffel Kokosöl ein. Überrascht und glücklich stellten die Newports fest, dass sich Steves Zustand plötzlich immer weiter verbesserte und er sich bereits nach kurzer Zeit glasklar an das aktuelle Datum erinnern konnte. „Es war als würde das Öl einen Schalter in seinem Gehirn anknipsen und ihn wieder klar denken lassen!“, erzählte Dr. Newport. Plötzliche Besserung Bevor Steve mit der Einnahme von Kokosöl begonnen hatte, konnte er sich nicht mehr daran erinnern, wie man das Ziffernblatt einer Uhr zeichnet. Das Ergebnis waren mehrere runde Kringel auf einem weißen Blatt Papier. Zwei Wochen nach Beginn seiner Kokosöl- Therapie zeichnete Steve bereits etwas, das deutlich ein Ziffernblatt erkennen ließ. Nach 37 Tagen mit täglich zwei Teelöffeln Kokosöl wurde Steves Zeichnung noch genauer. Weitere fünf Monaten später ließ auch Steves Zittern nach und seine Sehstörungen, die ihn vom Lesen abgehalten hatten, waren mit einem Male verschwunden. Er interessiert sich jetzt wieder für das Geschehen und die Menschen um ihn herum. Dr. Newport betont jedoch, dass Kokosöl sicher kein Heilmittel für Alzheimer sei, doch scheine es schlicht zu helfen. Begeistert von diesen wunderbaren Erfahrungen mit Kokosöl, verbreitet Dr. Newport nun weithin die Nachricht dieser kostengünstigen und darüber hinaus auch nebenwirkungsfreien Maßnahme bei Alzheimer. Wie schützt Kokosöl vor Alzheimer? Wie aber schützt Kokosöl vor Alzheimer? Bei der Verstoffwechselung von MCT-Fetten entstehen Ketone. Ketone sind Stoffwechselprodukte, die beim Abbau von Fett anfallen und mit dem Urin ausgeschieden werden. Normalerweise baut der Körper aber kein Fett ab. Insbesondere das Gehirn verwendet zur Energiegewinnung Glucose. Nur wenn keine Glucose mehr vorhanden wäre (bei speziellen kohlenhydratfreien Diäten, Fastenkuren, in Hungersnöten etc.), greift der Organismus auf seine Reserven (Fett) zurück. MCT-Fette aber werden nicht zu Fettreserven eingelagert, sondern ähnlich wie Kohlenhydrate sofort zur Energiegewinnung eingesetzt, wobei die erwünschten Ketone entstehen. Erwünscht sind sie deshalb, weil genau diese Ketone aktuellen Forschungen zufolge vor Alzheimer schützen, ja Alzheimer sogar lindern sollen. Gehirn nutzt Kokosöl als Energiequelle Studien hatten gezeigt, dass das Gehirn von Alzheimer-Patienten schon im Frühstadium nur noch unzureichend Glucose nutzen würde und daher mit Energie unterversorgt sei. Ohne Glucose aber sterben die Gehirnzellen. Wird natives Kokosöl eingenommen, dann steht dem Gehirn auch weiterhin eine adäquate Energiequelle zur Verfügung, die es für ein einwandfreies Gedächtnis und gesunde kognitive Funktionen nutzen kann. Aus diesem Grunde begann die Pharmaindustrie mit der Synthetisierung von MCT im Labor. Die natürlichen MCT aus nativem Kokosöl jedoch verbleiben mehr als doppelt so lange im Körper wie die synthetische Variante der Pharmakonzerne, die nur drei Stunden im Körper verweilt. Kokosöl im Wandel der Zeit Kokosöl hatte viele Jahrzehnte lang einen schlechten Ruf. Der Grund war einerseits, dass man nicht alles über Kokosöl wusste und aus dem vorhandenen Wissen die falschen Schlüsse zog. Andererseits steckten die Machenschaften der Lebensmittelindustrie dahinter: Früher war Kokosöl Bestandteil vieler Fertigprodukte (Süßwaren, Backwaren etc.). Dann entdeckte die Lebensmittelindustrie irgendwann einmal die Vorteile der Hydrierung von Ölen. Öle werden durch diesen Prozess haltbar gemacht und können in Form nie verderblicher Margarine verkauft oder in Form hydrierter Speiseöle in Fertigprodukte gemischt werden. Das führte automatisch zu niedrigeren Produktionskosten. Nun mussten nur noch Kunden für die hydrierten Fette gefunden werden. Dazu startete man eine Art Angstkampagne. Man verbreitete die Falschaussage, Kokosöl würde dick machen sowie den Cholesterinspiegel heben und auf diese Weise zu Herzinfarkten und Schlaganfällen führen. Diese Aktion ließ dann auch wie vorgesehen die Verkaufszahlen für Margarine in die Höhe schnellen. Gesund sein mit Kokosöl Für die Gesundheit der Konsumenten war das sehr schade, denn Kokosöl erhöht zwar zweifelsohne den Cholesterinspiegel – allerdings nur den HDL-Cholesterinspiegel (HDL = gutes Cholesterin), was zu einem reduzierten Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall führt. Doch nun aßen die Menschen minderwertige hydrierte Fette samt der ihnen innewohnenden schädlichen Transfettsäuren (die im Kokosöl fehlen) und – im Gegensatz zum Kokosöl – tatsächlich Herz und Gefäße schädigen können. Darüber hinaus kann Kokosöl – im Gegensatz zu anderen Fetten – ohne Gallenflüssigkeit vom Körper aufgenommen werden und eignet sich daher auch vorzüglich in der Ernährung bei Fettstoffwechselstörungen. Zusätzlich unterstützt Kokosöl als MCT-Fett – trotz höherer Kalorienzahl – die Reduktion des Körpergewichtes auf gesunde Weise. Und wenn Kokosöl jetzt außerdem das Gehirn gesund und sauber hält – umso besser. Quellen Quelle 1: Alliance for Natural Health Quelle 2: Dr. Newports Blog * Mittelkettige Triglyceride (MCT) Triglyceride werden auch als Neuralfette bezeichnet. Der Aufbau der Glyceride besteht aus einem Glycerin-Molekül an dem 3 Fettsäuren hängen. Die Fettsäuren der mittelkettigen Triglyceride besitzen nur zwischen 6 und 12 Kohlenstoffatome. Triglyceride dienen als Energiespeicher und können auch von der Leber hergestellt werden. Ich bin der Überzeugung, dass Alzheimer verschiedene Ursachen hat, wie z. B. tierische Proteine, tierische Fette, Aluminium in Wasser und Nahrungsmitteln, besonders Koffein, Theobromin, Teein, Quecksilber, Nikotin, chemische und chemisch veränderte Nahrungsmittel. In diesen Nahrungsmitteln spielen mal sicher die enthaltenen Transfette, Glutamat, Farbstoffe, Konservierungsstoffe, raffinierte Zuckerarten, Auszugsmehle, usw. eine ausschlaggebende Rolle, die Alzheimer begünstigen. Ich gehe nicht davon aus, dass ein Kokosöl nun ein Allerweltsheilmittel ist, das all diese Einflüsse wettmachen kann, aber ich glaube, dass ein gutes, unverändertes Kokosöl, welches von der Kokosnuss bis auf den Teller frei von thermischen Einflüssen ist, eine nicht zu unterschätzende Ressource für die humane Ernährung darstellt. Rohes Kokosöl muss nicht unbedingt als Medikament bezeichnet werden, aber es hat auf jeden Fall positive Nebenwirkungen. Bezugsquellen Rohes Kokosöl: siehe unter Links Ölmühlen  Übrigens, nun haben auch Wissenschafter festgestellt, dass die Sonne gut gegen Multiple Sklerose ist. In den Ländern mit hoher Sonneneinstrahlung ist MS nämlich eher selten. Bisher nahm man an, dass eine durch UV-Licht angeregte hohe Vitamin-D Produktion dafür verantwortlich sei. Der Wissenschaftler Hecktor De Luca von der Universität Wisconsin, hat nun nachgewiesen, dass bereits das Licht alleine eine schützende Wirkung hat, ohne nennenswerte Vitamin-D-Anreicherung. Ein Grund mehr, seine Haut mit Frühlingssonnenstrahlen zu verwöhnen und sorgfältig auf den Sommer vorzubereiten. Rohkost muss nicht unbedingt roh sein weiter... © Urs & Rita Hochstrasser, La Haute Cuisine Crue – Rohkost vom Feinsten / Gesundheitsberatung 5077 Elfingen, Schweiz / Tel: +41 (0)62 876 20 22 / www.urshochstrasser.ch