Was hat die Ernährung mit der momentanen Weltkrise zu tun? Hat die Menschheit denn etwas anderes als Unterdrückung verdient? Gibt es Lösungen? • Dass die heutige Welt in einer Krise steckt, braucht man nicht explizit zu erwähnen, denn das ist offensichtlich. • Dass die Freiheit der Menschen immer mehr eingeschränkt wird und der Vorwand Terrorismusbekämpfung eine leere Farce ist, das dürften in der Zwischenzeit auch die meisten Menschen erkannt haben. • Dass die meisten Staaten und deren Regierungen nicht mehr im Dienste der Bürger stehen, sondern ihre eigenen Bürger täuschen und knechten, haben ebenfalls die meisten bereits zu spüren bekommen. • Dass Regierung und Politik ihre Bürger mit Steuern und Abgaben bis zum Unerträglichen belasten, ja gar gegebenenfalls mit Polizei und selbst dem eigenen Militär – die eigentlich dem Schutze des Volkes dienen sollten – gegen die eigenen Bürger vorgehen, kann man sogar in den Nachrichten erfahren. • Dass Finanz und Wirtschaft, bar jeglicher Ethik, Menschen verarmt, unterjocht und ausbeutet, haben schon viele am eigenen Leib erfahren. Womit hat die Menschheit das verdient? Wenn man genauer hinschaut, dann tun viele Menschen dasselbe auch mit anderen Geschöpfen, nämlich den Tieren. Fleisch Haben es Menschen damit verdient, dass sie mit ihrem Fleischgenuss, das Elend der Zucht- und Masthaltung billigen und bewusst oder unbewusst unterstützen? Die Landwirtschaft mit ihrer Fleischproduktion ist heute gar nicht mehr in der Lage, die wirklichen Bedürfnisse der Tiere zu berücksichtigen. Die meisten Landwirtschaftsbetriebe sind heute so verschuldet, dass der Druck Profit zu erarbeiten so enorm ist, dass Mitgefühl gar keinen Platz mehr hat. Dies führt dazu, dass in der Fleischproduktion grossenteils sogar mit lebensverachtenden Methoden gearbeitet wird. Tiertransporte haben mit der Natur der Tiere ebenfalls nichts gemeinsam. Profitgier und verfehlte Gesetzmässigkeiten führen dazu, dass Tiere unter widrigen Umständen über weite Distanzen in der Welt herum gekarrt werden. Wie muss es sich in einem Tier nur anfühlen, verraten und verachtet, im Transporter zusammengepfercht, zum Schlachthof gefahren zu werden? Wohl dem, der hier Mitgefühl zeigt. Fisch Haben es Menschen damit verdient, weil ihnen das Leben der Fische nichts bedeutet? Ob professioneller Fischfang mit Netz und dergleichen, oder als Hobby mit der Angelrute, bedeutet der Todeskampf für den Fisch eine ungeheure Marter. Jeder Fisch der aus dem Wasser gezogen wird, erleidet einen qualvollen Erstickungstod. Wie muss es sich anfühlen, an einem Angelhaken zu baumeln? Ich stelle mir das ungefähr so vor, als würde man einem Menschen einen Fleischerhaken durch den Gaumen ziehen, bis er an der Nasenwurzel wieder herauskommt und ihn so lange durchs Wasser ziehen, bis er erstickt ist. Noch grausamer finde ich die Methode mancher Hobbyfischer, wenn sie den Fischen den Angelhaken wieder herausziehen und die Fische in einem Kübel Wasser weiter leben lassen, bis sie endlich in der Pfanne landen. Man würde diesen Fleischerhaken, der mit Widerhaken versehen ist, wieder durch den Gaumen herausziehen um diesen als Beispiel genommenen Menschen, mit seinen fürchterlichen Verletzungen für einige Zeit gnadenlos weiter leben zu lassen. Ein Fischer hat mir mal erklärt, als ich ihn darauf ansprach, er glaube, dass Fische keine Schmerzen empfinden, weil sie nicht bluten. Da bin ich aber ganz anderer Meinung. Ich habe frei lebende Fische als neugierige, verspielte und kontaktfreudige Wesen kennen gelernt, die sehr wohl einen Tastsinn haben und somit Schmerzen empfinden können. Meine persönliche Erfahrung zeigt, dass diese Tiere sogar gefühlsvoll die Nähe zum Menschen suchen. Kürzlich sassen wir an einem Schweizer See, wo angeln verboten ist, auf einem Baumstamm und liessen die Beine ins Wasser hängen. Wir beobachteten die Fische, wie sie immer näher kamen. Schliesslich wurden sie so zutraulich, dass sie immer wieder bewusst unsere Beine mit ihrer Körperseite streiften. Man sah diesen Fischen förmlich an, dass auch sie uns beobachteten und sich, wie wir, am Spiel erfreuten. Es war, als würden sie zu verstehen geben: Hurra, ich habe einen Menschen berührt! Eier Haben es Menschen damit verdient, dass sie Eier von geschundenen Vögeln essen, ohne sich Gedanken zu machen, wie es einem Huhn zu Mute ist, wenn es über 200 Mal pro Jahr menstruieren, sprich Eier legen muss? Ein wild lebendes Huhn legt pro Jahr zwischen 10 und 20 Eier. Die Züchtungen haben es zu über 200 Eier pro Jahr entartet. In der Wildnis leben sie in Familien zusammen, die zwischen 5 und 15 Tiere zählen. Wildhühner leben weder in Käfigen, noch zu Tausenden in Hallen zusammengepfercht. Aus eigener Erfahrung weiss ich, dass auch Hühner Liebe und Zuneigung von Menschen zu schätzen wissen. Milchprodukte Haben es Menschen damit verdient, dass sie die Milch der Kühe trinken, ohne sich Gedanken zu machen, wie es sich als einsames Kalb anfühlen muss, wenn seine Mutter zur Milchmaschine entartet wird. Siehe auch Artikel “Milch gibt starke Knochen…?“ WA Heft 48, Nov./Dez. 2007. Glücklich sind jene Menschen, die es geschafft haben, sich aus der Konsumsucht von Milchprodukten zu befreien, denn sie unterstützen nicht länger dieses Mutterleid. Chemie Haben es die Menschen damit verdient, weil sie sich keine Gedanken machen, wenn sie durch ernährungsbedingte Krankheiten, Medikamente brauchen und damit - wenn auch unbewusst - die Vivisektion, sprich Tierversuche, mit ihrem unsagbaren Elend unterstützen oder gar gutheissen? Ich kann mir nicht vorstellen, dass es einer Pharmaindustrie, die unnötigerweise Millionen von Tierleben schändet und auslöscht, wahrhaftig etwas am Wohl der Menschen gelegen ist. Folgenden Spruch habe ich mal gelesen: „Wer Tiere hält, sie einsperrt, um sie zu essen oder sie zu schänden, begeht Hochverrat.“ Ich möchte dem gleich anfügen: Wer Hochverrat begeht, muss sich nicht wundern, wenn er auch verraten wird. Wer ausbeutet, soll nicht erstaunt sein, wenn er auch ausgebeutet wird. Ganze Völker hoffen auf baldige Erlösung ihrer derzeitigen Missstände, aber ich frage mich, ob sie tatsächlich Erbarmen und Erlösung erwarten dürfen, solange sie selbst weder Mitgefühl noch Verantwortung gelernt haben. Meine Überzeugung geht dahin, dass die Ernährung ein wichtiger Schritt auf dem Weg ist, der zu den menschlichen Qualitäten führt, die es braucht, um eine Erlösung aus diesen Miseren zu erlangen. Wer Gnade sät wird Gnade ernten. Wenn wir begriffen haben, dass man nicht töten soll, auch nicht die Nahrung (durch erhitzen), die wir zu uns nehmen, dann öffnet uns dies das Tor zu unserem inneren Selbst, das barmherzig, wohlwollend, liebevoll und rein ist. Es führt zu Freiheit und Freiheit ist Liebe. In meiner Tätigkeit habe ich beobachtet, dass die meisten Menschen unter VBH (Voll-Bauch-Hunger) leiden. Die Nahrung, die sie zu sich nehmen, ist nicht in der Lage, ihre Zellen ausreichend zu ernähren. Die Zellen melden an das Gehirn, dass sie am verhungern sind. Das Gehirn ruft im menschlichen System den Notstand aus. Ein solches System, das sich in Überlebensnot befindet, reduziert sich auf den Selbsterhaltungstrieb, es leidet enormen Stress; es wird rücksichtslos und egozentrisch. Unsere Zivilisationskost lässt die Menschen also hungern, obwohl ihre Bäuche gefüllt sind und bringt sie somit in ein Mangeldenken, was wiederum Angst auslöst. Menschen in Angst und im Mangeldenken sind leicht manipulierbar. Eine ausgewogene, lebendige Nahrung hilft somit auch das Urvertrauen und das eigene Unterscheidungsvermögen wieder zu aktivieren und zu stabilisieren. Dies hilft - auch anderen Wesen gegenüber - rücksichtsvoll und verantwortungsbewusst sein zu können.   Leo Tolstoi war folgender Ansicht: „Fleischessen ist ein Überbleibsel der grössten Rohheit. Der Übergang zum Vegetarismus ist die erste und natürlichste Folge der Aufklärung. Vom Tiermord zum Menschmord ist es nur ein Schritt und damit auch von der Tierquälerei zur Menschenquälerei. Solange es Schlachthäuser gibt, wird es auch Schlachtfelder geben. Wenn Du keinen Menschen töten kannst – gut; kannst Du kein Vieh und keine Vögel töten – noch besser; keine Fische und Insekten – noch besser. Bemüh Dich, soweit wie möglich zu kommen. Grüble nicht, was möglich ist und was nicht. Tu, was Du mit Deinen Kräften zustande bringst. Darauf kommt alles an.“   Unsere Kräfte haben unter anderem dazu gereicht, dass wir einen dreistündigen Film auf DVD zustande gebracht haben. In diesem Film zeigen wir, wie vegane Rohkost zubereitet wird. Sie heisst La Haute Cuisine Crue oder die Hohe Schule der Rohkost. Es ist ein Kochkurs der besonderen Art. Mit zahlreichen Hintergrundinformationen rund um die vegane Rohkost, angefangen beim Einkauf, über die detaillierte Zubereitung, bis zum verführerisch angerichteten Buffet, ist dieser Film ein hilfreiches Medium für bewusste Menschen. Weitere Informationen über diese DVD siehe Inserat. Es ist ein Teil unseres Beitrages, den wir auch darin sehen, den Menschen eine Ernährungsform näher zu bringen, die nicht nur umweltschonend und tierfreundlich ist, sondern auch den Menschen selber zu mehr Lebensqualität, Lebensfreude und Bewusstsein verhilft. Umweltfreundlich in dem Sinne, dass - man bedenke - man mit dem Wasserverbrauch für 1 Kilo Fleisch ein ganzes Jahr täglich duschen könnte. Der Landbedarf zur Produktion von 1 Kilo Rindfleisch mit Kraftfutter, benötigt 323 m2. Der Landbedarf zur Produktion von 1 Kilo Gemüse benötigt 6 m2. Das Gemüse roh zubereitet, hat etwa den fünffachen Nährwert von gekochtem Gemüse. Solange noch Menschen auf diesem Planeten vor Hunger sterben, sehen wir dies als sehr gewichtige Kriterien an. Es ist beruhigend und bringt Hoffnung und Zuversicht, dass alleine die Umstellung der Ernährungsgewohnheiten eines Einzelnen, soviel Gutes bewirken kann.     Siehe auch unsere Newsletters: Um eines kleinen Bissen Fleisches willen...  Milch gibt starke Knochen?  Haben Sie sich schon mal überlegt?   
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